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KMU: Werben im Netz wird attraktiver

Eine Studie des Marktforschungsinstituts Psyma Research & Consulting hat jetzt ergeben, dass die lokale Werbung für kleine und mittelständische Unternehmen immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die Forscher befragten 150 Unternehmen der Branchen Hotel und Gastronomie, Handwerk, Fachmedizin sowie Immobilien- und Versicherungsmakler. Eine zentrale Erkenntnis dieser Umfrage ist, dass die regional tätigen Unternehmen ihre Ausgaben für die Werbung immer mehr erhöhen. Außerdem ist der Mix der eingesetzten Werbemittel noch breiter geworden.

Es ließ sich aber auch feststellen, dass es erhebliche Unterschiede zwischen den Branchen selbst gibt. So stehen Makler und Unternehmen des Hotel- und Gastronomiegewerbes der digitalen Vermarktung weitgehend positiv gegenüber, wohingegen Ärzte und Handwerker digitale Werbemittel noch für weitgehende irrelevant halten. Insgesamt gaben rund ein Drittel der befragten Firmen an, dass Online-Marketing für sie wichtig sei. 76 % der Unternehmen werben bereits im Netz für sich. Die Bedeutung von Branchenverzeichnissen im Netz nimmt zu. Diese haben erstmals die gedruckten Branchenbücher als beliebtestes Werbemittel abgelöst.

Mit den Möglichkeiten, die das Web 2.0 bietet, haben die meisten Mittelständler allerdings noch erhebliche Berührungsängste. Die Akzeptanz von sozialen Netzwerken wie zum Beispiel Facebook ist immer noch recht gering, aber immerhin 12 % der befragten Unternehmen gab an, diese Form der Vermarktung zu berücksichtigen. Ein Drittel der Befragten glaubt zumindest, dass die sozialen Netzwerke eine wichtige Rolle in ihrer Kundenkommunikation spielen werden.

Beim proaktiven Empfehlungsmarketing zeigten sich die meisten Unternehmen zunächst skeptisch. Lediglich 16 Prozent der befragten Unternehmen berücksichtigen positive Kundenbewertungen aktiv in ihrer Marketingstrategie, auch wenn 90 % der Befragten angaben, dass diese Empfehlungen wichtig für ihr Geschäft seien. Ein weiteres wichtiges Ergebnis dieser Studie ist, dass fast 60 % der Unternehmen auf eine Erfolgskontrolle ihrer Marketingmaßnahmen im Internet verzichten. Auch wenn viele Firmen ein oft vierstelliges Budget in die Online-Werbung investieren, kontrollieren viele Unternehmen den Erfolg ihrer Maßnahmen meist nicht. Als häufigster Ablehnungsgrund wurde die Skepsis an der Werbewirkung an sich genannt.

Natürlich muss bei dieser Studie aufgrund der recht geringen Zahl der Studienteilnehmer von 150 beachtet werden, dass es sich nicht um eine repräsentative Studie handeln kann. Die Ergebnisse sind also doch mit etwas Vorsicht zu genießen.

Quelle: Studie von telegate

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